23. August 2026

„Pause für die Seele“: Sechs Wochen, die etwas bewegt haben

200 Teilnehmende, sechs Wochen Exerzitien im Alltag: Der Wirkungsbericht zeigt, was „Pause für die Seele“ bewirkt hat – 2027 geht es weiter.

Sechs Wochen lang, die ganze Fastenzeit 2026 hindurch, haben sich rund 200 Menschen aus unserer Pfarrei auf etwas Ungewöhnliches eingelassen: „Pause für die Seele“, ein Exerzitienangebot mitten im Alltag. Eröffnet wurde das Projekt mit einem gemeinsamen Treffen in St. Bonifatius, bei dem Dr. Ottmar Fuchs in einer Einführung die Spiritualität von Madeleine Delbrêl vorstellte – ein Auftakt, der viele Teilnehmende sehr tief bewegt hat.

Danach folgten tägliche Impulse, ein wöchentliches Treffen in festen Kleingruppen sowie ein gemeinsames „Bergfest“ und ein Abschlussfest zum Ende der Fastenzeit. Vor allem die Kleingruppentreffen wurden für viele Teilnehmende zur intensivsten und wichtigsten Erfahrung des Projekts – dem Ort, an dem sich die Texte von Madeleine Delbrêl mit dem eigenen Alltag und Glauben verbanden.

Was dabei entstanden ist, beschreibt eine Teilnehmerin so:

„Es war gut, den Alltag zu durchbrechen und dadurch neu zu strukturieren und sich Zeit zu geben, die man sonst nicht gehabt hätte. Im wahrsten Sinne eine Pause für die Seele.“

Und auch das gehörte für viele zur Erfahrung dazu – Menschen aus der Pfarrei neu oder noch einmal anders kennenzulernen:

„Fast alle Teilnehmer in der Gruppe waren neu für mich, und wir treffen uns nach dem Programm weiter – eine sehr gute Erfahrung.“

Genau solche Rückmeldungen erreichten uns nach dem Abschluss zahlreich – Grund genug, einmal genauer hinzuschauen, was hinter diesen guten Erfahrungen steckt.

Fachlich begleitet: Was die Auswertung zeigt

Damit aus den vielen persönlichen Eindrücken mehr wird als ein gutes Gefühl, wurde „Pause für die Seele“ vom Fachteam Analyse & Wirkung des Bischöflichen Ordinariats Limburg wirkungsorientiert begleitet. Mit einer eigens entwickelten Abschlussbefragung wurde erhoben, was das Angebot bei den Teilnehmenden tatsächlich verändert hat. Von den rund 200 Teilnehmenden beantworteten 60 die Abschlussbefragung; das Angebot erhielt dabei im Schnitt 4,1 von 5 Sternen – und die Auswertung bestätigt eindrucksvoll, was sich in den Rückmeldungen bereits andeutete.

Gemeinschaft erleben

93 Prozent der Teilnehmenden fühlten sich in ihrer Gruppe wohl und willkommen, 86 Prozent erlebten einen tiefen, persönlichen Austausch über den Glauben. 77 Prozent gaben an, durch die Exerzitien neue Menschen kennengelernt oder bestehende Kontakte vertieft zu haben – für rund ein Viertel der Teilnehmenden war es sogar die erste Erfahrung mit einem Exerzitien-Angebot überhaupt. Die Auswertung zeigt: Es waren nicht in erster Linie die Texte oder Impulse, die den Ausschlag gegeben haben, sondern die Menschen, die einander in den Gruppen begegnet sind. Offenheit, gegenseitiges Zuhören und das Teilen persönlicher Erfahrungen werden in den Rückmeldungen immer wieder als das eigentlich Prägende beschrieben:

„Die Offenheit, die schnell entstanden ist, hat mich überrascht und war einfach toll.“

Gute spirituelle Erfahrungen

79 Prozent sagen, das Gespräch in der Gruppe habe ihren Glauben vertieft oder neue Sichtweisen eröffnet. 70 Prozent erlebten bewusste Auszeiten in ihrem Alltag, 68 Prozent konnten Spiritualität und Alltag durch das Programm besser miteinander verbinden. Eine Rückmeldung bringt genau das auf den Punkt:

„Was mir besonders gefallen hat: die kleinen Impulse jeden Tag, die Verbindung zwischen Glaube und Alltag, die schnelle Verbindung in der Gruppe.“

Neue Zugänge zur Pfarrei

Besonders gefreut hat uns, was sich bei Menschen zeigt, die der Pfarrei bisher nicht besonders nah standen: Sie berichten deutlich häufiger, durch die Exerzitien mehr über Sankt Bonifatius erfahren zu haben, und sie können sich weit häufiger vorstellen, künftig weitere Angebote zu nutzen, als Teilnehmende, die ohnehin schon kirchlich aktiv sind. 87 Prozent aller Teilnehmenden nehmen die Pfarrei insgesamt als offen und einladend wahr. „Pause für die Seele“ hat für manche offenbar genau das getan, was wir uns erhofft hatten: eine erste Tür zur Gemeinde geöffnet.

„Ich freu mich auf das nächste Mal. Der Flyer war meine ‚Eintrittskarte‘, ohne den postalischen Weckruf hätte ich dieses tolle Projekt verpasst. Danke.“

„Vielleicht waren diese ‚Pause für die Seele‘ ein Türöffner, weiterhin mit Sankt Bonifatius im Gespräch zu bleiben.“

Es geht weiter: 2027 ist „Pause für die Seele“ wieder da

Nach diesen Ergebnissen war für uns schnell klar: Das wiederholen wir. In der Fastenzeit 2027 wird es „Pause für die Seele“ erneut geben – mit denselben Grundzutaten, die sich bewährt haben, und offen für alle, die neu dazukommen möchten.

Pfr. Werner Otto freut sich schon jetzt auf die Fortsetzung:

„Wir sind beeindruckt von den überaus positiven Ergebnissen der Wirkungsanalyse. Die Rückmeldungen der Teilnehmer schreien geradezu danach, ein solches Projekt im nächsten Jahr wieder durchzuführen.“
— Pfr. Werner Otto, Sankt Bonifatius

Genauere Termine und Anmeldemöglichkeiten für die Fastenzeit 2027 geben wir rechtzeitig über die Pfarrnachrichten, die Homepage und die Aushänge bekannt. Wer schon jetzt Interesse hat oder Fragen zum Projekt hat, ist herzlich eingeladen, sich im Pfarrbüro zu melden.

Allen, die in diesem Jahr dabei waren: Danke für Ihre Offenheit, Ihre Zeit und Ihre ehrlichen Rückmeldungen – sie sind die Grundlage dafür, dass „Pause für die Seele“ auch im kommenden Jahr wieder eine gute Erfahrung für viele werden kann.

Die vollständigen Ergebnisse der Wirkungsanalyse wurden vom Fachteam Analyse & Wirkung des Bischöflichen Ordinariats Limburg ausgewertet.

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